AGILES ARBEITEN -
MEHR ALS NUR EIN TREND

Agil – was ist das eigentlich?

Alleine das Wort „Agilität“ ist in den letzten Jahren sehr populär geworden. Man hat das
Gefühl, dass nahezu jedes Unternehmen derzeit auf den agilen Zug aufspringen möchte. Es
scheint ja auch zu funktionieren. – Stimmt! Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Um also erst einmal einen groben Überblick zu bekommen, was es mit dem „agilen Star“ am
Projektmanagement-Himmel tatsächlich auf sich hat, ist es sinnvoll, dieses oberflächlich in
einem Satz zusammenzufassen, was wir nachstehend tun:

Agilität im Projektmanagement ist eine lösungsorientierte und selbstorganisierte
Arbeitsweise, bei welcher der Fokus auf das tatsächliche Ergebnis bzw. Produkt gelegt wird.

Ok. – Und wie soll das jetzt genau funktionieren?
Gehen wir noch einmal auf die ursprüngliche Definition des Wortes „agil“ zurück. Laut Duden
ist diese wie folgt „von großer Beweglichkeit zeugend; regsam und wendig“.
Im Gegensatz zum klassischen Projektmanagment, nach bekannten Wasserfallmethoden,
lässt sich also alleine von der Definition des Wortes agil ableiten, dass es sich hierbei um eine
proaktive Arbeitsweise handelt. Eine Arbeitsweise und Projektorganisation, die also auf
Bewegung eingeht, regsam und wendig ist.
Wir gehen ab diesem Punkt nicht mehr davon aus, Projekte nach strikten Linien und
Prozessen abzuwickeln, sondern agieren flexibel; Was bedeutet auf geänderte
Anforderungen und Gegebenheiten einzugehen. Das tatsächliche Ziel – das Produkt bzw.
Ergebnis liegt dabei nach wie vor im Fokus. Durch das erhöhte Maß an Flexibilität kann sich
natürlich auch die Produktanforderung im Laufe des Projektes ändern. Was im agilen
Projektmanagement gar nicht mal so selten vorkommt. Was unteranderem auf die
selbstorganisierte Arbeitsweise zurückzuführen ist.

Selbstorganisiert? Da macht doch jeder was er will!
Irgendwie schon, aber ist das schlecht? Das ist wahrscheinlich der Punkt an dem es in den
meisten (insbesondere großen) Unternehmen scheitert. – Dem Vertrauen in seine
Angestellten, dem Vertrauen in die tatsächlichen Experten. Wir sprechen hier nicht von
Wertschätzung gegenüber den eigenen Mitarbeitern, sondern ausschließlich von der
Ausführung und Organisation der anzufallenden Arbeiten inklusive aller Notwendigen
Schätzungen der Aufwände. Darauf wie das in der Praxis am besten umzusetzen ist und wie
ein komplettes Team Verantwortung für ihre Arbeit übernehmen kann, gehen wir in einem
späteren Blog-Beitrag ein.

Das agile Manifest
Die vier goldenen Regeln, des agilen Arbeitens. – 2001 schlossen sich 17 bekannte Software-
Entwickler in einen Raum ein, bestellten sich Pizza und Bier und schrieben das Manifest zur
agilen Entwicklung runter. So oder so ähnlich wird es gewesen sein. Was dabei raus kam ist
ein Paradigma aus vier Leitfäden, welche sich bis heute bewähren und immer größeren
Anklang finden. Gerne teilen wir diese mit Ihnen:

Wir erschließen bessere Wege, Software zu entwickeln,
indem wir es selbst tun und anderen dabei helfen.
Durch diese Tätigkeit haben wir diese Werte zu schätzen gelernt:

Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge
Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation
Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlung
Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans

Das heißt, obwohl wir die Werte auf der rechten Seite wichtig finden,
schätzen wir die Werte auf der linken Seite höher ein.

(Quelle: https://agilemanifesto.org/iso/de/manifesto.html)

Auch wenn das agile Manifest ursprünglich aus der klassischen Softwareentwicklung kommt,
lässt sich agiles Arbeiten auch auf alle anderen Bereiche anwenden.

Wir hoffen wir konnten mit unserem ersten Blog-Beitrag ein bisschen Licht ins Dunkle
bringen und freuen uns auf Austausch, Kommentare und Feedback.

Vanessa Steffen | Truelutions

One Response
  1. Interessanter Ansatz. Gehöre selbst noch zu den ” Newcomern ” und bin gespannt wie es weitergeht. :-))

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