AGIL IST NICHTS FÜR SIE?

Nachdem wir in unserem letzten Beitrag einen groben Überblick über das Wort Agilität geschaffen haben, gehen wir an dieser Stelle auf jene ein, die der Meinung sind „agil sei nichts für sie“.

Zum einen haben wir die Gruppe derer, die bereits (in ihren Augen) agil arbeiten und zum anderen die, die von der Theorie noch nicht so wirklich überzeugt sind und die agile Projektabwicklung in der Praxis daher lieber noch meiden.

 

„Agil funktioniert bei uns nicht.“

Leider ein Satz den wir in den letzten Monaten zu genüge gehört haben. Bei dem sich jedoch nach kürzester Zeit herausstellte, dass man dachte agil zu arbeiten oder es zumindest probiert zu haben, es tatsächlich aber gar nicht tat.

Einer der häufigsten Gründe dafür ist das Einlassen auf Neues und das Abschütteln alter, bekannter Vorgehensweisen. So zeigte es die Erfahrung, dass man zwar versuchte agile Vorgehensweisen in klassische Projekte zu übernehmen, man also wie man es nennt „hybrid vorgeht“, jedoch sich nicht ganz gegenüber agiler Arbeitsweise öffnen konnte.

Grundsätzlich ist das Herantasten an Neues erstmal nicht falsch und auch nachvollziehbares menschliches Verhalten. Gewohnheiten abzulegen ist dabei jedoch die größere Herausforderung als einfach zu sagen „ok, wir machen das jetzt.“ 

Häufig fehlt hier einfach das Vertrauen gegenüber den Mitarbeitern, wobei dieses fundamental für selbstorganisierte und dadurch auch selbstmotivierende Arbeiten ist.

Klassisch oder Agil?

Um zu entscheiden, was sich am besten eignet macht es vor allem Sinn, erst einmal den Unterschied sowie die Vor- und Nachteile beider Methoden zu verstehen.

 

Klassisches Projektmanagement

Bei der klassischen Abwicklung oder auch Wasserfallmethode genannt, steht vor allem die Planung des Projektes vor Projektbeginn im Fokus. Dabei werden die Spezifikationen bereits definiert und in aufeinander bauenden Projektphasen und Fortschritten umgesetzt. Es gelten gerade Kommunikationslinien mit festgelegten Hierarchien.

Vorteile:

        Einfache Fortschrittskontrolle

        Genaue Planbarkeit

        Leichtes Handling mit externen Dienstleistern

        Schnelllebig und dynamisch einsetzbar

Nachteile:

        Reaktion auf unvorhersehbare Veränderungen gestaltet sich aufwendig

        Anforderungen müssen von Anfang an klar und vollständig sein

 

Agiles Projektmanagement

Agiles Arbeiten: Wie wir bereits im ersten Blogpost erwähnten – konzentrieren wir uns hierbei mehr auf das Produkt, als auf Prozesse. Man startet also direkt durch und ist so in der Lage direkter auf Veränderungen während des Projektes zu reagieren. Durch die selbstorganisierten Experten-Teams herrschen hier keine Hierarchien, wodurch eine schnellere und proaktivere Arbeitsweise ermöglicht wird.

Vorteile:

        Schnelle und flexible Reaktion auf geänderte Anforderungen

        Kunde/Stakeholder ist Teil des Teams und im Prozess dabei

        Hohe Transparenz

Nachteile:

        Hohe Kommunikation

        Andere Unternehmenskultur (Mindset)

Ob man die Nachteile, besonders im agilen Bereich tatsächlich als Nachteile bezeichnet, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Wer jedoch agil sein oder werden möchte, sollte vor allem eines: ES TUN!

Worauf warten Sie noch?

Am besten nehmen Sie sich einen Experten zur Seite, der Sie während Ihrer Umstellung betreut und mit Ihnen gemeinsam ausarbeitet, welche Methoden und Rahmenwerke sich am besten für Ihr Unternehmen und Ihre langfristigen Firmenziele eignet.

Eine Pauschallösung für alles gibt es nicht. Wichtig sind die individuellen Umstände und Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen abzuwägen und den für Sie besten Weg herauszufinden.

Arbeiten Sie bereits agil und/oder wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Vanessa Steffen | TRUELUTIONS

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